Ökohaus bauen:

Ökohaus aus Massivholz bauen

Was gehört dazu?

Unter dem Begriff “Ökohaus” versammeln sich verschiedene Konzepte - um einen geschützten Begriff handelt es sich nicht. Wer ein Ökohaus bauen möchte, sollte jedoch auf mehrere Dinge achten: Das Haus sollte aus umweltfreundlichen, nachhaltig erwirtschafteten Baumaterialien bestehen, also beispielsweise aus Holz. Beim Bau sollte weitestgehend auf Kunststoffe und schädliche Materialien verzichtet werden. Das Haus sollte so gestaltet sein, dass möglichst wenig Energie und Wasser verbraucht wird. Die Wasser- und Energieversorgung selbst sollten möglichst umweltfreundlich ausgerichtet sein. Alle diese Ziele lassen sich auf verschiedene Weise erreichen.

Holz als ökologisches Baumaterial

Holz ist ein sehr ökologischer Baustoff. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Für jeden Baum, der gefällt wird, werden zwei neue Bäume gepflanzt. Das sieht das Gesetz für eine nachhaltige Forstwirtschaft vor, das schon Mitte des 19. Jahrhunderts erlassen wurde. So wächst bei uns und in vielen anderen Ländern kontinuierlich mehr Holz nach als geschlagen wird. Zudem bindet Holz CO², während bei der Produktion der meisten anderen Baustoffe CO² freigesetzt wird. Wächst ein Baum, lagert er im Laufe seines Lebens immer mehr Kohlendioxid ein. Wird nun dieser Baum gefällt und weiterverwendet, bleibt das CO² gebunden.

Modernes Holzhaus

Ist so ein Holzhaus nicht von seiner Konstruktion her anfälliger für Klimaeinflüsse? Wie lange lebt denn mein hölzernes Ökohaus?

Erstaunlicherweise ist Holz als Baustoff sogar noch stabiler als Beton! Während Beton eine Druckfestigkeit von 30 Newton aufweist, kommt Holz auf eine Druckfestigkeit von 30 bis 40 Newton. Aber mit der Zugfestigkeit von Stahl kann Holz doch sicherlich nicht mithalten? Stimmt. Das kann aber durch breitere Wände spielend ausgeglichen werden. Wir kennen Holzhäuser, die mehrere Hundert Jahre “auf dem Buckel” haben - und sie sind immer noch wunderschön und hervorragend bewohnbar. Das kann nicht jedes Stein-, Beton- oder Ständerbauhaus von sich behaupten. Nachhaltig bauen heißt also auch: Auf die Langlebigkeit des Hauses zu achten und auf geringen Wertverlust im Laufe der Zeit zu setzen.

Aber Holz arbeitet doch? Wie kann eine Holzwand wirklich
“dicht” werden und so meine Heizkosten niedrig halten?

Holz hat von Natur aus gute Dämmeigenschaften und hilft Ihnen, Heizkosten zu sparen und Ihr Budget zu schonen. Bei Fullwood werden die Vollholzwände in der Werkstatt vorgefertigt. Das hat den Vorteil, dass die Wände setzungsfrei sind. Unabhängige Blower-Door-Tests haben bewiesen, dass Holzhäuser von Fullwood exzellente Werte bei der Winddichtigkeit erreichen. Darauf ist unser Unternehmen besonders stolz. Die Winddichtigkeit ist einer der wichtigsten Faktoren für die Dämmeigenschaften eines Hauses. Und noch ein erstaunlicher Fakt: Im Gegensatz zu anderen Materialien dehnt sich Holz bei Wärme sehr wenig aus. Das liegt daran, dass Holz als Naturstoff viele Poren aufweist, die die Dehnung ausgleichen. Verwenden Sie andere Baumaterialien, müssen Sie beim Bau stets Platz für die Dehnung lassen, beziehungsweise Klebstoffe verwenden, die elastisch sind und die Ausdehnung mitmachen. Beim ökologischen Bauen geht es aber gerade darum, möglichst wenige Materialien dieser Art zu verwenden.

Holzhaus innen

Was können Sie bei der Planung Ihres Ökohauses bereits beachten?

Sie sollten Ihr Ökohaus auf dem Grundstück so ausrichten, dass es möglichst viel Sonneneinstrahlung nutzen kann, um die Räume zu erwärmen. Die Räume, die am meisten genutzt werden, sollten Richtung Süden liegen, Wirtschaftsräume und ähnliches können Richtung Norden liegen. Es könnte weiterhin ein selbststeuernder oder botanischer Sonnenschutz zum Einsatz kommen. Sehr wichtig und verbreitet sind zudem kontrollierte Wohnraumlüftungen. Sie könnten sich überlegen, ob Sie zugunsten eines Schuppens auf einen Keller verzichten könnten. Sie können Fenster einbauen lassen, die eine energiesparende Dreischeibenverglasung aufweisen. Vielleicht besteht auf dem Grundstück die Möglichkeit, eine Zisterne zu bauen? Sie können dann das aufgefangene Regenwasser nutzen, um die Toiletten zu spülen und es immer dann verwenden, wenn es nicht dringend notwendig ist, Trinkwasser zu verbrauchen. Sie sollten für Anstriche nur Farben und Lacke benutzen, die keine oder wenig Schadstoffe enthalten. Zur Energieerzeugung können Sie folgende regenerative Energiesysteme nutzen:

  • • Solaranlage
  • • Anlage zur Nutzung von Geothermie
  • • für größere Gebäude oder mehrere Gebäude, die sich zusammenschließen:
  •    Fernwärme aus dem Blockheizkraftwerk (Es stellt umweltfreundliche Wärme her und aus
  •    Biogas, Hackschnitzeln oder Pellets wird gleichzeitig umweltfreundlicher Strom erzeugt)
  • • Luft-Wärmepumpe
  • • Holzkamin
  • • Kamin mit Wassertaschen (Heizt die Räume und erwärmt gleichzeitig Wasser)

Es werden fortlaufend neue Konzepte entwickelt, die Bauherren nutzen können, um ihre Ökobilanz zu verbessern. Den oftmals höheren Kosten bei Beschaffung und Einbau steht die Einsparung von Energie im laufenden Betrieb gegenüber. Die Investitionen amortisieren sich mit der Zeit von selbst. Ein Ökohaus zu bauen lohnt sich also für Sie: Für Ihre Gesundheit und die Ihrer Familie. Für Ihr Budget - langfristig gesehen. Und vor allem auch für unsere Umwelt.