Holzhaus streichen:

ein Holzhaus muss nicht gestrichen werden

Der Mythos: Alle 2 Jahre das Holzhaus anpinseln

Wer sein Vorhaben ein Holzhaus zu bauen gegenüber Freunden und Bekannten äußert, wird in der Regel sofort mit heftiger Gegenwehr konfrontiert. Äußerungen wie: “Bist du verrückt?! Das ist ein Haufen Arbeit, alle zwei Jahre musst du das komplette Haus streichen!”, sind da keine Seltenheit. Abgesehen von anderen Vorurteilen, die sich ans Thema Holzhaus klammern wie Efeu an Rauputz, ist dieses ein ganz besonders hartnäckiges. Wer sich jedoch nicht von solchem Gerede abschrecken lässt und stattdessen selbst nach Informationen und Erfahrungsberichten sucht, wird seine Begeisterung nur steigern können.

Wie oft muss ich wirklich eine Holzfassade streichen?

Egal ob aus Stein oder Holz, wer seine eigenen vier Wände liebt, der pflegt sie auf irgendeine Art und Weise. Tatsache ist, dass ein fachmännisch hergestelltes und errichtetes Holzhaus nicht mehr oder weniger pflegebedürftig ist als ein Haus jeder anderen Bauart. Putzfassaden an Steinbauten sollten etwa alle 8 bis 15 Jahre gestrichen werden.
Fullwood Holzhäuser müssen aufgrund der besonderen Herstellung überhaupt nicht gestrichen werden, um das Holz zu erhalten. Ein Anstrich erfüllt leiglich einen rein kosmetischen Zweck. Deshalb sollte sich jeder Bauherr eines Fullwood Blockbohlenhaus vorab die Frage stellen: Möchte ich überhaupt mein Holzhaus streichen? Durch die sorgfältige Trocknung ist das Holz der nordischen Kiefern bereits extrem wetterbeständig und bedarf überhaupt keines Anstrichs, um dauerhaft haltbar zu sein. Vollholz versiegelt sich auf einfache Weise selbst: Aus dem trockenen Holz tritt über Jahre der unschädliche und natürlich im Holz vorkommende Bläuepilz aus und imprägniert die Oberfläche ohne nennbare Nachteile. Die silbergraue Patina wird von einigen unserer Kunden sogar als attraktiv empfunden. Für die Bauherren des Blockhaus Pfälzer Wald hat Fullwood die Außenfassade sogar auf Wunsch mit einer Öl-Lasur behandelt, um den Vergrauungseffekt sofort zu erzielen.
Wurde einmal mit dem Holzhaus Streichen begonnen, muss mit einem Pflegeintervall von etwa 7 bis 15 Jahren gerechnet werden. Wie pflegeintensiv eine Fassade ist, hängt schlussendlich von den äußeren Einflüssen ab.

Ein Holzhaus streichen ist nicht schwer

Womit kann ich mein Holzhaus streichen?

Wer nicht auf einen Anstrich verzichten möchte, kann auf unterschiedliche Farben und Zusammensetzungen zurückgreifen.
Üblicherweise wird mit einer Lasur auf Wasserbasis gearbeitet. Diese dringt in die Poren des Holzes ein und haftet nicht nur auf der Oberfläche. Lasuren gibt es farblos und in vielen unterschiedlichen Farbtönen. Vor dem Erstanstrich wird das unbehandelte Holz mit einer Imprägnierung bearbeitet, danach folgt die eigentliche Lasur in der Wunschfarbe. Je nach Deckkraft wird der erste Anstrich bis zu drei mal aufgetragen. Vor der Auffrischung genügt eine Reinigung mit Bürste oder Besen. Danach kann der Bauherr ganz normal sein Holzhaus streichen. Eine weitere Imprägnierung ist vor der Erneuerung der Lasur nicht erforderlich. Der alte Anstrich muss nur abgeschliffen werden, wenn der neue Farbton heller ist als der alte.
Hübsch sind ebenso deckende, glänzende Lacke. Für kleine Flächen wie Fensterrahmen und Fensterbretter sind sie durchaus geeignet. Weil sie die arbeitende Bewegung des Holzes nur gering mitmachen, reißen sie schon nach wenigen Jahren. Abblätternder Lack ist weder hübsch, noch schützt er das Holz. Vor dem Erneuern der Lackierung muss alter Lack angeschliffen und lose Stückchen gründlich entfernt werden. Nur so kann der neue Lack auf dem alten haften. Für ein gutes Gewissen beim Holzhaus Streichen empfehlen sich umweltverträgliche Lacke und Lasuren, die mit dem “Blauen Engel” ausgezeichnet sind. Bei so markierten Produkten ist davon auszugehen, dass auf schädliche Lösungsmittel und Zusätze weitgehend verzichtet wurde und die Gefahr für Gesundheit und Umwelt so gering wie möglich ist. Übrigens verwendet Fullwood für den Innenraum bei Bedarf einen speziellen UV-Schutzanstrich, um ein Nachdunkeln des Holzes zu verhindern.

Naturfarben als biologischer Holzschutz

Natürlicher als Lasur oder Lack ist Leinölfarbe. Sie wird in skandinavischen Ländern seit dem 18. Jahrhundert verwendet. Bei der Herstellung wird gänzlich auf Bindemittel wie Kunstharze verzichtet. Diese Farbe besteht lediglich aus Leinöl und Farbpigmenten. Leinölfarbe zieht tief ins Holz ein und verstärkt seine Struktur von innen heraus. Der Erstanstrich findet auf unbehandeltem Holz statt, jeder weitere Anstrich wird nur mit rohem oder gekochtem Leinöl vorgenommen. Der Bauherr des Holzhaus Erzgebirge hat die Vorteile dieser natürlichen Farbe erkannt und ganz pfiffig für den Innenanstrich seine Leinölfarbe selbst gemischt. In Schweden ist ein traditionelles Mittel zum Holzhaus Streichen Schlammfarbe wie das berühmte Schwedenrot. Sie besteht aus Wasser, Stärke, Leinöl und den natürlichen Pigmenten, welche maßgeblich zur Konservierung des Holzes verantwortlich sind. Schlammfarben sind nicht abriebfest und daher nicht für Fenster, Türen, Böden und Spielgeräte geeignet. Der Erstanstrich kann auf unbehandeltem Holz vorgenommen werden. Für die Auffrischung genügt es, den alten Anstrich zuvor mit einer Bürste zu säubern.

Gutes Holz muss man nicht streichen

Architektur als Fassadenschutz

Neben dem Anstrich gibt es bauliche Möglichkeiten, die Holzfassade vor Wettereinflüssen zu schützen. Es macht Sinn, vor dem Planungsbeginn Informationen über die Lage des Grundstücks zusammenzutragen. Wo ist Norden, wo Süden? Wo ist die Wetterseite? Liegt das Grundstück exponiert oder geschützt? Ist es sehr windig? Zu starke Sonneneinstrahlung ist für das Holz genauso ungünstig wie häufige Nässe durch Regen. Fullwood berät seine Bauherren hierzu ausgiebig und setzt individuelle Lösungen in die Tat um. Grundsätzlich wird der technische Holzschutz dem chemischen vorgezogen. Viele zukünftige Hauseigentümer nehmen die Vorschläge begeistert an. Dazu zählt unter anderem ein großer Dachvorstand, der die Verwitterung des Holzes verringert - die Bewohner müssen wesentlich seltener ihr Holzhaus streichen. Ein sehr langer Dachüberstand auf der Nordseite kann beispielsweise als Carport oder als Unterstand für Mülltonnen, Garten- und Spielgeräte genutzt werden. Auf der Südseite bietet sich die Nutzung als Balkon oder Veranda an. Beim Holzhaus Eifelsonne wurde sogar rundherum ein Vordach mit Veranda angelegt.
Beim Blockhaus an der Stever errichtete Fullwood aufgrund der Bauvorschriften eine Putzfassade an der Straßenfront. Tatsächlich eignen sich Putzträgerplatten sehr gut als Schutz für Holzhäuser und werden immer beliebter. Ebenso ist damit eine dekorative Teilverkleidung möglich.
Ganz gleich ob Sie Ihr Holzhaus streichen, es natürlich ergrauen lassen oder auf bauliche Maßnahmen setzen möchten, Fullwood berät Sie gern umfangreich und geht auf Ihre individuellen Wünsche ein. Werfen Sie doch einmal einen Blick in unsere Blockhaus Galerie und lassen sich inspirieren!