Barrierefreiheit im aus Massivholz gebauten Holzhaus
Die gewählte „Richtmeistermontage“ beim Holzhaus „an der Windmühle“ sparte Baukosten, bei der ein Zimmermann der Baufirma Regie führte und den Bauherren vorarbeitete. Hausherr Frank Hamacher half, zusammen mit Bruder und Freunden, beim Hausaufbau und übernahm den Innenausbau selbst. „Ich mag die Arbeit mit Holz, es fühlt sich einfach gut an – auch im Wohnalltag! Seine sinnliche und wärmende Ausstrahlung ist einmalig.“, schwärmt der professionelle Schreiner. Seinen Baupartner fand das Ehepaar bei der Recherche im Internet, und nachdem etliche Musterhäuser verschiedener Holzhaus Hersteller besichtigt waren, überzeugten Qualität, Bauweise und Beratung des gewählten Spezialisten für moderne Holzhäuser am meisten.
Holzhaus für individuelle Bedürfnisse
Der auf den ersten Blick verschachtelt wirkende Grundriss ist ein musterhaftes Beispiel für barrierefreies Bauen: ebenerdig, großräumig und Rollstuhlgerecht. Das heißt: Alle Türen sind breiter als gewöhnlich; die Schwellen an den Außentüren sind extrem niedrig; sämtliche Fenster sind niedriger als üblich, ebenso die Tür- und Fenstergriffe sowie die Lichtschalter; die Dusche ist extra breit; und die gesamte Küche ist „unterfahrbar“. Vom Abstellraum neben der Küche führt ein Aufzug in den Keller, außerdem gelangt man vom Abstellraum bequem und trockenen Fußes in die geräumige Garage. Die im Holzhaus installierte Staubsauger-Anlage mit Einkehrdüse in der Küche erleichtert die Hausarbeit. Die Räume im Bungalow sind klassisch in einen öffentlichen Bereich (für Bewohner und Gäste) und einen privaten Bereich (nur für die Bewohner) unterteilt. Betritt man das Holzhaus durch die Eingangstüre, gelangt man zuerst in eine geräumige Diele. Linker Hand befindet sich sofort die Tür zum Gäste-WC, ein paar Schritt weiter gelangt man links in den Privattrakt mit Flur, zwei Kinderzimmern, dem Schlafzimmer und dem Wohnbad. Geradeaus öffnet sich der Wohn-Ess-Koch-Bereich, der durch eine zweiflügelige Schiebetür verschließbar ist. Diese schützt vor Zugluft aus dem Eingangsbereich, lässt aber, dank großer Glasscheiben, Licht in die ansonsten Fensterlose Diele. Auch die hohe Wand über der Schiebetüre ist deshalb verglast. Die L-Form des Wohnbereichs trennt optisch in Essbereich und gemütliche Sofa-Kaminofen-Ecke. In die separate Küche geht es vor dem Esstisch rechts. Die enorme Deckenhöhe bis zum offenen First unterstreicht das großzügige Raumgefühl und die offene Balkendecke verleiht dem modernen Holzhaus bodenständigen Charakter. Die Trennwände bestehen aus Ständerwerk, das teilweise weiß verputzt wurde, um zusätzliche Helligkeit ins Holzhaus zu bringen. Das üppig durch die großen Fensterflächen in den Wohnbereich hereinfließend Tageslicht lässt die Massivholzwände leuchten und wird strahlend von den weißen Wandflächen reflektiert.
Autark & komfortabel im Holzhaus wohnen
Während die Massivholzwände drinnen nicht behandelt wurden und etwas nachdunkeln dürfen, bekamen sie außen einen gegen Vergrauung vorbeugenden Anstrich im Farbton „Kiefer“. Da Hausherr Frank das „Basteln“ und Werkeln im und am Holzhaus übernommen hatte, strich Ehefrau Manuela im Gegenzug die Holzwände - echtes Teamwork eben. Durch die vor und zurück springenden Wandteile der Hausfassade, entstanden Wind geschützte Sonnenecken an der Gartenseite, und sowohl die Kinderzimmer als auch das Schlafzimmer der Eltern haben, neben dem Wohnzimmer, eigene Zugänge zur ums Haus laufenden Gartenterrasse. Die solaren Anlagen auf dem Hausdach erzeugen Strom und Warmwasser, und fallen optisch auf den dunklen Tonziegeln kaum auf. Das solar gewärmte Wasser speist neben Küche und Bad auch die Fußbodenheizung. Wenn der Winter gar zu dunkel und kalt ist, und die Strahlungswärme des Kaminofens im Wohnbereich die Schlafzimmer am anderen Hausende nicht erreicht, wird die Fußbodenheizung mit Hilfe einer Wärmepumpe betrieben. Der „grün“ erzeugte Strom aus der Photovoltaik-Anlage senkt die Kosten des gesamten Stromverbrauchs enorm. Die winddichten, setzungsfreien Kiefernwände des Holzhausherstellers sind hier als einschalige Massivholzwand ausgeführt und tragen spürbar zur Behaglichkeit bei. „Massivholzhäuser haben für uns einen spürbaren Effekt: Wir fühlen uns schon bei niedrigeren Raumtemperaturen behaglich. Das spart Heizenergie und senkt die Betriebskosten.“, erklärt Manuela Hamacher. „Im Sommer wirken die Wände sogar wie eine natürliche Klimaanlage und schützen die Räume vor Überhitzung. Und die Feuchtigkeit ausgleichende Eigenschaft von Holz sorgt für ein Raumklima, das wir als sehr angenehm empfinden.“, fährt sie fort.
Holzhaus aus Massivholz
In der Wachstumsphase filtern Bäume Kohlendioxyd aus der Luft und speichern es als Kohlenstoff. Dieser Speichervorgang hält auch dann noch an, wenn das Holz längst verbaut ist. Der im Holz gespeicherte Kohlenstoff bleibt über die gesamte Nutzungsdauer des Hauses gebunden. Die Kiefernbohlen werden getrocknet, gehobelt und im Werk zu passgenauen Wandelementen gefügt, die auf der Baustelle in wenigen Tagen montiert sind. Der rechnerische U-Wert allein beschreibt das Wohngefühl in einer massiven Holzwand nicht vollständig: Ihre warme Oberfläche und die Speichermasse tragen spürbar zur Behaglichkeit bei. Wertbeständig sind Holzhäuser sowieso, das beweisen Jahrhunderte alte Bauten, trotz uralter Technik. Ein konstruktiver Witterungsschutz macht chemische Schutzanstriche überflüssig, und gegen den natürlichen Vergrauungseffekt – ein rein optisches Problem - können biologische Lasuren aufgetragen werden. Die Brandschutzklasse von Massivholzhäusern entspricht konventionell gebauten Wohnhäusern. „Wir genießen das Wohnen in unserem Holzhaus jeden Tag aufs Neue!“, sagt Manuela Hamacher. „Und im Handumdrehen gebaut war`s auch!“, ergänzt ihr Mann abschließend.















