Holzhaus am Limes

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Einladendes & repräsentatives Holzhaus

Bis zum ersten Kontakt mit Fullwood wäre eine Holzständerkonstruktion für Klaus May noch eine Alternative gewesen: „Allerdings behagten mir die Folien nicht, weil sie meiner Meinung nach nur in den ersten Jahren richtig funktionieren. Niemand weiß, wie die Wand in 30 Jahren aussieht.“ Ehefrau Eva sieht das ganz ähnlich: „Da wir als Physiotherapeuten schon von Berufs wegen viel über Gesundheitsthemen nachdenken, erschien uns ein massives Holzhaus als natürlichste Alternative.“ Hinzu kam, dass die Baufamilie schon nach dem ersten Firmenbesuch „komplett vom Fullwood-Bausystem überzeugt“ war. Klaus May: „Wie man dort die Schwierigkeiten des Baustoffs löst, hat mir sehr gut gefallen. Ein reines Holzhaus mit seinem hervorragenden Raumklima, außerdem setzungsfrei und dauerhaft luftdicht, konnte uns sonst keiner bieten.“ Das Ehepaar entschied sich für eine Richtmeistermontage mit hohem Eigenleistungsanteil – „eine optimale Bauweise, wenn sich jemand ein bisschen mit Holz auskennt. Zumal die Außenhülle dank der vorgefertigten Wandelemente in wenigen Tagen steht und man den kompletten Ausbau in trockenen, warmen Innenräumen durchführen kann.“ Geplant wurde Holzhaus „am Limes“ individuell. Der erste Plan stammte von Fullwood – „weil wir ganz schnell einen Grundriss zum Einreichen wegen der Eigenheimzulage brauchten“. Danach planten Eva und Klaus May ihr Holzhaus en Detail : das Erdgeschoss offen, mit fließenden Übergängen zwischen Wohnbereich, Essplatz und Küche, mit integrierter Treppe und vielen Zugängen zum Garten. „Wir wollten ein offenes Holzhaus, in dem man zusammen lebt und engen Kontakt zur Natur hat.“ Ein bewusster Kontrapunkt zur balkonlosen Mietwohnung im zweiten Stock, in der man keine Chance hatte, mit den Kindern ins Freie zu kommen. Die Planung erfolgte in mehreren Schritten, immer wieder wurde ein Grundriss gezeichnet, eine Weile liegengelassen, wieder geändert und bei Fullwood eingereicht. Dort prüfte man, ob die Statik stimmte – ein komplizierter Planungsprozess zwar, aber für die Holzhausfirma kein Problem.

massives Holzhaus mit viel Licht & Ausblick

Lohn der planerischen Mühe ist ein Familiennest, das mit seiner klaren Linienführung und symmetrisch aufgebauten Holzfassaden gleichzeitig einladend und repräsentativ aussieht. Besonderer Blickfang ist die Talseite des Hanghauses, wo ein großzügig verglaster Zwerchgiebel von zwei Balkonen mit Metallgeländer flankiert wird. Im Dachgeschoss beherbergt der Zwerchgiebel einen Rückzugsraum, der gleichzeitig als Gästezimmer genutzt werden kann, im Erdgeschoss bildet er eine helle, freundliche Insel im offenen Wohnraum. Hier hat die Familie ihren Esstisch platziert, hier befindet sich der Mittelpunkt ihres gemeinsamen Lebens. Zusammen mit der Küche und der Sitzecke nehmen die Wohnräume über die Hälfte der Erdgeschossfläche ein. Große Glasflächen versorgen sie verschwenderisch mit Licht und bieten den Bewohnern Ausblicke ins Tal. Weiß verputzte Innenwände und eine hell gekalkte Holzdecke lockern die Atmosphäre auf, während die Außenwände in Holz für eine angenehme, freundliche Grundstimmung sorgen. Treppe und Zwerchgiebel schaffen gemütliche Nischen und gliedern zusammen mit einer Frühstückstheke den Raum. Elternschlafzimmer und Bad werden direkt vom Wohnbereich aus erschlossen. Im Eingangsbereich befindet sich ein Windfang, der als Drehscheibe zwischen den einzelnen Bereichen dient und in den auch die Treppe ins Untergeschoss mündet. Dort hat die Familie ein weiteres Gästezimmer eingeplant, das momentan als Übernachtungsgelegenheit bei Familienfesten dient. Später könnte es auch als eigene Praxis genutzt werden.

Geräumiges, aber kostengünstiges Holzhaus

Mit drei Kinderzimmern plus Gästezimmer bietet auch das Dachgeschoss ein komfortables Raumprogramm, zumal die Dachschrägen dank hohem Kniestock kaum zu bemerken sind. Jedes Zimmer hat Zugang zu mindestens einem Balkon. Praktisches Planungsdetail: WC und Bad wurden voneinander getrennt. Dies dürfte die Wartezeiten in der morgendlichen „Rushhour“ deutlich verkürzen. Das Eigenleistungsprogramm der Baufamilie war umfangreich: Den kompletten Ausbau inklusive Dachausbau und Beplankung der Innenwände übernahm sie in Eigenregie, nur den Keller, die Elektroinstallation und den Fußboden vergaben Eva und Klaus May an Fachbetriebe. Trotz dieses hohen Anteils an Muskelhypothek schafften sie den Einzug in nur viereinhalb Monaten – am 28. April 2006 hatte der Hausaufbau begonnen, in der zweiten Septemberwoche wohnte man schon in den eigenen vier Wänden. Klaus May: „Schon der Aufbau selbst war hervorragend gelaufen. Am ersten Abend standen bereits sieben von acht Außenwänden, am Abend des vierten Tages war der Dachstuhl montiert und verschalt. Damit war unser Holzhaus regendicht. Der Innenausbau lief dann so reibungslos, dass wir am Ende weit unter unserem Zeitplan blieben. Alles funktionierte so, wie wir es erhofft hatten.“ Kein Wunder, dass die Familie jederzeit wieder mit Fullwood bauen würde. Auch deshalb, weil sie sich in der Wohnatmosphäre ihres Heimes rundum wohl fühlt. Und weil ihr Holzhaus so warm ist, dass man die Heizung an Ostern aus- und erst an Allerheiligen wieder einschalten kann. Die Sonne, an Sommertagen durch breite Dachüberstände aus den Wohnräumen verbannt, trägt im Winter bei niedrigem Sonnenstand ihren Teil zur Heizung bei. Außerdem unterstützen eine Solaranlage und ein Kaminofen den Heizungsbrenner, in dem Eva und Klaus May Holzpellets verfeuern. Zweimal wurde der Pellets-Speicher seit dem Einzug gefüllt, was einem Verbrauch von etwa 4 Tonnen Pellets pro Jahr und jährlichen Heizkosten von etwa 700 Euro entspricht. Wobei Eva May zu bedenken gibt, „dass wir ohne Krabbelkind wahrscheinlich sehr viel niedrigere Heizkosten hätten.“ Günstige Perspektive für die Zukunft also, in der die Heizkosten gegen den allgemeinen Trend deutlich sinken könnten. Ähnlich positiv fällt der Rückblick aus: „Heute sind wir total froh, dass wir uns für ein massives Holzhaus entschieden haben.“

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