Ein Holzhaus wie eine kleine Römer-Burg
Mit dem Holzhaus „Belvedere“ erfüllte sich ein Tischlermeister den Traum vom massiven Holzhaus. Nicht irgendeins sollte es sein, sondern ein Holzhaus ohne Dämmschicht in den Wänden und aus möglichst dicken Holzbohlen. Außerdem sollte es zwar schnell und einfach gebaut werden, aber unbedingt auch ganz individuell geplant sein. „Mir hat nur Fullwood gefallen, die massive Qualität, die glatte Wandoptik und dass ich den Hausgrundriss vorab selbst austüfteln durfte, bevor der Architekt übernahm.“, sagt der Hauseigentümer. Er entschied sich für die dickste Blockwand des Holzhausspezialisten, die mit stolzen 27cm Durchmesser firmenintern als 'Königsklasse' bezeichnet wird – üblich sind 20cm.
Außerdem wollte der naturverbundene Rentner beim Bau seines Hauses selbst mitarbeiten. „Ich habe im Fullwood-Werk bei der Hausproduktion zusehen dürfen und bin begeistert von der Fertigungstechnik. Auch die Art und Weise der späteren Hausmontage ist spitze!“, sagt er. Als erfahrener Handwerker, der zudem den Umgang mit Holz gewohnt ist, lag es nahe, dass er bei der Hausmontage mithalf und den gesamten Innenausbau komplett eigenhändig ausführte. „Für Elektrik, Heizung und Wasser haben meine Frau und ich regionale Fachfirmen engagiert. Das Sockelgeschoss unter dem Holzbau habe ich zusammen mit meinem Sohn errichtet.“, so der Hausherr. Da während der Planungsphase alles genau durchdacht wurde, gibt es heute genug Steckdosen an den richtigen Stellen im Holzhaus „Belvedere“. „Wir sind von Berlin hierher ins Paradies gezogen. Das traumhafte Grundstück ist der höchste Punkt der Gegend. Früher stand hier eine Windmühle. Wir sind jeden Tag aufs Neue überwältigt von der herrlichen Aussicht und dem Stück Natur, das wir unser Eigen nennen können.“, schwärmt er.
Ein Holzhaus, dessen Architektur der Topografie kreativ angepasst wurde
Wenn man auf einem Hanggrundstück in solch exponierter Lage baut, möchte man sämtliche Vorzüge des Geländes nutzen. „Neben dem teils wilden Naturgarten spielt natürlich die Aussicht die Hauptrolle – nicht umsonst haben wir unser Zuhause „Belvedere“ genannt.“, sagt der Hausherr. Also besitzt das Gebäude rundum viele Fenster, sodass man sowohl vom offenen Wohnbereich im Erdgeschoss als auch vom Schlafzimmer im turmartigen Staffelgeschoss in den Genuss des weiten Ausblicks über das Umland und den weitläufigen Garten kommt. Auch der gemauerte Unterbau mit eigenem Eingang profitiert von großen Fenstern und kann theoretisch als Wohnung genutzt werden. Darunter befindet sich ein Keller. „Die Gegend hier war bekannt für ihre Ziegeleien. Diese historische Tradition wollte ich neben Holz als weiteren natürlichen Baustoff in die Architektur meines Hauses einfließen lassen und habe das Sockelgeschoss aus den Ziegeln einer neuen Manufaktur hier gebaut.“, so der Eigentümer vom „Belvedere“.
Das außergewöhnliche Fullwood Wohnblockhaus erinnert wegen der hohen Lage, der soliden, dicken Wände und dem turmartigen Obergeschoss an eine kleine Burg mit abwechslungsreicher Dachlandschaft. Zwar sind die Fenster deutlich größer als in historischen Gemäuern, aber bis auf ein einziges an der hinteren Seite nicht bodentief. Auch mediterrane Elemente wie eine flache Dachneigung und Natursteinsäulen auf der Garten- und Terrassenseite sind unverkennbar und tragen zum Charme des Anwesens bei. Das größtenteils naturbelassene Grundstück, in dem sich Pflanzen, Insekten, Vögel und sogar Wildtiere aller Art tummeln, passt zu dem mediterranen Flair und darf zu Recht als Paradies bezeichnet werden. Das Ganze fühlt sich wie Urlaub in einem exklusiven Ferienhaus an. Zudem ist das Wohnklima in einem natürlichen Holzhaus von Fullwood nicht nur behaglich, sondern auch wohltuend und gesund.
Ein Holzhaus für zwei, das alle Wünsche der Eigentümer erfüllt
„Im Holzhaus waren uns ein offener Wohnbereich und Helligkeit besonders wichtig.“, zählt der Besitzer von Holzhaus „Belvedere“ auf. Auf den 70m² des Erdgeschosses fließen Eingangsbereich, Flur, Küche, Esszimmer und Wohnzimmer ineinander über, nur das Bad und das Gäste-WC sind davon separiert. „Ein großes Bad und WC waren uns nicht wichtig, die sind daher sehr klein geworden. Umso praktischer und platzsparender wurde dort alles durchdacht und eingebaut.“, erklärt er. Mit „Helligkeit im Haus“ ist nicht nur viel natürliches Licht gemeint, sondern auch sehr helle Wandflächen und Dachschrägen: Die wenigen Trennwände im Erdgeschoss bestehen aus Ständerwerk, das in leicht abgetöntem Weiß und Lichtgrau gestrichen wurde. Anstatt eines offenen Sichtdachstuhls wählte das Eigentümerpaar eine Zwischensparrendämmung, die nach unten verkleidet wurde, aber die Sparren und die Firstpfette sichtbar lässt. Die glatten Platten dazwischen sind in weiß abgetönter Farbe gestrichen, was die Räume darunter aufhellt und anhebt. Die Fenster in einem hellen Grün-Grau ergänzen die Kombination aus warmem Kiefernholz mit Weiß und Lichtgrau sowie den warmen Ziegelfarbtönen sehr passend. „Für die Farbgestaltung der Wände haben wir eine Farbberaterin zu Rate gezogen.“
Im Erdgeschoss sind die verschiedenen Bereiche zwar in einem großen Raum befindlich, jedoch optisch geschickt voneinander getrennt: Vom Eingang gesehen versteckt sich die Küche rechts in der Ecke hinter dem Bad und dem WC, und zwischen Flur und Wohnen befindet sich ein Wandelement mit Garderobe und Regal. Direkt rechts neben der Eingangstür ist ein schmales Treppenhaus, das über eine Kiefernholztreppe hinauf in den „Turm“ (Staffelgeschoss) führt, wo sich das Schlafzimmer befindet. Hier hätte Dornröschen garantiert nicht die Rundumsicht verschlafen und Rapunzel das Haar freiwillig gekürzt, um nicht aus dem lichtdurchfluteten Turmzimmer mit der schönen Aussicht befreit zu werden! Wie im Erdgeschoss sind die Sparren und die Firstpfette sichtbar und die glatten Dachschrägen dazwischen weiß abgetönt. Ansonsten ist man umgeben von warmen, dicken Holzwänden.
Der Abgang ins Untergeschoss erfolgt vom Erdgeschoss über eine gemauerte Treppe unter der Holztreppe. Im Wohn-/Ess-/Arbeitszimmer befinden sich zwei gemütliche Sitzbereiche: einer an der Fensterfront zur Talseite, einer am anderen Hausende, direkt an der Holzterrasse, die in den Garten führt. Dazwischen ist der Esstisch, vis-à-vis zur offenen Küche, und ein Arbeitstisch an der Wandrückseite der Garderobe positioniert.
Beheizt wird Holzhaus „Belvedere“ via Fußbodenheizung mit Erdwärme, die per Pumpe aus 60m Tiefe befördert wird. Großflächige PV-Module auf den Hausdächern ergänzen das regenerative Energiekonzept. Sogar eine Ladestation für das E-Auto ist vorhanden. Übrigens besitzt das Haus zwei Zufahrten: Die eine ist unterhalb des Hauses, wo sich auch die Garage und die Ladestation befinden und man über eine Außentreppe hinauf zum Haus gelangt; die andere ist oben, am Ende des riesigen Grundstückes, und nur für die Hauseigentümer und einen Landwirt befahrbar.
















