Holzhaus streichen

FALSCHER MYTHOS: ALLE 2 JAHRE DAS HOLZHAUS STREICHEN

Wer sein Vorhaben ein Holzhaus zu bauen gegenüber Freunden und Bekannten äußert, wird manchmal mit Vorbehalten konfrontiert. Äußerungen wie: “Das ist ein Haufen Arbeit, alle zwei Jahre musst du das komplette Haus streichen!”, sind keine Seltenheit. Abgesehen von anderen Vorurteilen, die sich ans Thema Holzhaus klammern wie Efeu an Rauputz, ist dieses ein ganz besonders hartnäckiges. Wer sich jedoch von solchem Gerede nicht abschrecken lässt und sich stattdessen an die Fakten hält, bleibt bei seiner Entscheidung pro Holzhaus.

WIE OFT MUSS ICH WIRKLICH EINE HOLZFASSADE STREICHEN?

Egal ob aus Stein oder Holz: wer seine eigenen vier Wände liebt, der pflegt sie. Tatsache ist, dass ein fachmännisch hergestelltes und errichtetes Holzhaus nicht pflegebedürftiger ist als ein Haus jeder anderen Bauart. Jeder weiß, dass beispielsweise Putzfassaden an Steinbauten regelmäßig gestrichen werden sollten. Die Holzhäuser von Fullwood Wohnblockhaus brauchen aufgrund ihrer innovativen  Fertigungstechnik und ihres konstruktiven Holzschutzes überhaupt nicht gestrichen werden um das Holz zu erhalten. Ein Außenanstrich erfüllt lediglich einen rein „kosmetischen“ Zweck, der die gewünschte Optik erhält. Deshalb kann sich bei Fullwood jeder Blockbohlenhaus – Bauherr vorab die Frage stellen: Möchte ich überhaupt mein Holzhaus streichen? Bei Fullwood ist das verwendete Holz nordischer Kiefern durch die sorgfältige Trocknung und firmenspezifische Verarbeitung bereits besonders wetterbeständig und bedarf keines Anstrichs um dauerhaft haltbar zu sein. Vollholz versiegelt sich auf einfache Weise selbst: Aus dem trockenen Holz tritt über Jahre der unschädliche und natürlich im Holz vorkommende Bläuepilz aus und imprägniert die Oberfläche. Dieser als silbergraue Patina sichtbare Vorgang wird von vielen Bauherren gewünscht und teilweise sogar mit Hilfe eines silber-grauen Außenanstrichs beschleunigt. Ein Beispiel dafür ist  Blockhaus Pfälzer Wald , dessen Außenwände mit einer speziellen Öl-Lasur behandelt wurden, die den natürlichen Vergrauungseffekt optisch vorwegnimmt und gleichzeitig die Holzmaserung durchschimmern lässt. Wer einmal mit dem Holzhaus Streichen begonnen hat, sollte nach durchschnittlich 5 bis 7 Jahren ein zweites Mal streichen und dann nochmal nach circa 10 bis 15 Jahren. Wie pflegeintensiv eine Fassade ist, hängt letztlich auch vom Standort des Hauses ab.

WOMIT KANN ICH MEIN HOLZHAUS STREICHEN?

Wer nicht auf einen Anstrich verzichten möchte, kann auf unterschiedliche Farben und Zusammensetzungen zurückgreifen. Üblicherweise wird mit einer Lasur auf Wasserbasis gearbeitet. Diese dringt in die Poren des Holzes ein und haftet nicht nur auf der Oberfläche. Lasuren gibt es farblos und in vielen unterschiedlichen Farbtönen. Vor dem Erstanstrich wird das unbehandelte Holz mit einer Imprägnierung bearbeitet, danach folgt die eigentliche Lasur in der Wunschfarbe. Vor der Auffrischung genügt eine Reinigung mit Bürste oder Besen, danach kann der Eigentümer sein Holzhaus streichen. Eine weitere Imprägnierung ist vor der Erneuerung der Lasur nicht erforderlich, und der alte Anstrich muss nur abgeschliffen werden, wenn der neue Farbton heller ist als der alte. Deckende und glänzende Lacke sind ebenfalls möglich und vor allem für kleine Flächen, wie Fensterrahmen und Fensterbretter, geeignet. Weil sie jedoch die arbeitende Bewegung des Holzes nur gering mitmachen, reißen sie schon nach wenigen Jahren. Abblätternder Lack ist weder hübsch noch schützt er das Holz. Vor dem Erneuern einer Lackierung muss der alte Lack angeschliffen und lose Stückchen gründlich entfernt werden. Nur so kann der neue Lack auf dem alten haften. Für ein gutes Gewissen und verantwortungsvolles Holzhaus Streichen empfehlen sich umweltverträgliche Lacke und Lasuren, die mit dem “Blauen Engel” ausgezeichnet sind. Bei so markierten Produkten ist davon auszugehen, dass auf schädliche Lösungsmittel und Zusätze weitgehend verzichtet wurde und die Gefahr für Gesundheit und Umwelt so gering wie möglich ist. Des Weiteren verwenden wir von Fullwood auf Kundenwunsch im Hausinnern einen speziellen UV-Schutzanstrich, der ein Nachdunkeln des Holzes verhindert.

NATURFARBEN ALS BIOLOGISCHER HOLZSCHUTZ

Natürlicher als Lasur oder Lack ist Leinölfarbe. Sie wird in skandinavischen Ländern seit dem 18. Jahrhundert verwendet. Bei der Herstellung wird gänzlich auf Bindemittel wie Kunstharze verzichtet. Diese Farbe besteht lediglich aus Leinöl und Farbpigmenten. Leinölfarbe zieht tief ins Holz ein und verstärkt seine Struktur von innen heraus. Der Erstanstrich findet auf unbehandeltem Holz statt, jeder weitere Anstrich wird nur mit rohem oder gekochtem Leinöl vorgenommen. Der Bauherr von Holzhaus Erzgebirge hat die Vorteile dieser natürlichen Farbe erkannt und für den Innenanstrich seine Leinölfarbe selbst gemischt. In Schweden ist ein traditionelles Mittel zum Holzhaus Streichen Schlammfarbe wie das berühmte Schwedenrot. Sie besteht aus Wasser, Stärke, Leinöl und natürlichen Farbpigmenten, welche maßgeblich zur Konservierung des Holzes verantwortlich sind. Schlammfarben sind nicht abriebfest und daher nicht für Fenster, Türen, Böden und Spielgeräte geeignet. Der Erstanstrich kann auf unbehandeltem Holz vorgenommen werden. Für die Auffrischung genügt es, den alten Anstrich zuvor mit einer Bürste zu säubern.

ARCHITEKTUR ALS FASSADENSCHUTZ

Neben dem Anstrich gibt es bauliche Möglichkeiten, die Holzfassade vor Wettereinflüssen zu schützen. Es macht Sinn, vor dem Planungsbeginn Informationen über die Lage des Grundstücks zusammenzutragen. Wo ist Norden, wo Süden? Wo ist die Wetterseite? Liegt das Grundstück exponiert oder geschützt? Ist es sehr windig? Zu starke Sonneneinstrahlung ist für das Aussehen von Holz genauso ungünstig wie häufige Nässe durch Regen. Auch salzhaltige Luft oder unmittelbare Nähe zum Wald wirken sich auf Holz aus. Fullwood Wohnblockhaus berät seine Bauherren hierzu ausführlich und bietet individuelle Lösungen. Grundsätzlich wird der konstruktive Holzschutz dem chemischen vorgezogen. Viele Hauseigentümer nehmen die durchdachten Vorschläge gerne an. Dazu zählt unter anderem ein großer Dachüberstand, der die optische Verwitterung des Holzes verhindert oder verringert, so dass die Eigentümer ihr Holzhaus seltener oder gar nicht streichen müssen. Ein sehr tiefer („abgeschleppter“) Dachüberstand an der Nordseite kann beispielsweise als Carport oder als Unterstand für Mülltonnen, Garten- und Spielgeräte genutzt werden. Beim Holzhaus Eifelsonne beispielsweise wurde rundherum eine überdachte Veranda angelegt. Wenn lokale Bauvorschriften eine Blockhausoptik nicht erlauben, montiert Fullwood Wohnblockhaus straßenseitig Putzträgerplatten ans Gebäude. So geschehen zum Beispiel bei Blockhaus an der Stever, das deshalb mit der Kombiblockwand gebaut wurde.

Ganz gleich, ob Sie Ihr Holzhaus streichen, es natürlich vergrauen lassen oder auf bauliche Holzschutzmaßnahmen setzen möchten - Fullwood Wohnblockhaus berät Sie gern und geht auf Ihre Wünsche ein. Werfen Sie doch einmal einen Blick in unsere Blockhaus Galerie und lassen sich inspirieren!